Guilin

Guilin liegt im autonomen Gebiet Guangxi in Südchina und ist mit rund 5 Mio. Einwohnern die kleinste Stadt, die wir in China gesehen haben. Man hat hier aber nicht das Gefühl in einer Großstadt zu sein, da es sehr grün ist und zudem überall im Stadtgebiet die steilen Felsen/Berge hervorragen – eine wirklich beeindruckende Kulisse! Zudem gibt es einige Seen und Flüße (das Stadtzentrum ist quasi eine Insel). Nach Guilin sind wir ebenfalls mit dem Zug gefahren – hier gibt es allerdings (noch) keine Express-Strecke und man nimmt es auch mit der Pünktlichkeit nicht so genau: 20 Stunden und 20 Minuten für 1335 km (nach Plan wären es rund 17 Stunden gewesen) – unsere bisher längste Zugfahrt.

Ursprünglich wollten wir zu den “Yellow Mountains” (Huangshan) fahren – ein Gebirge mit steil aufragenden Felsformationen, bis zu 1864 m hoch. Die Berge bzw. Landschaft dort hat dem Film “Avatar” angeblich als Vorlage gedient… am besten einfach mal “Huangshan” bei Google (Bilder) eingeben ;) Da aber das Wetter alles andere als ideal war, haben wir uns entschieden direkt nach Guilin zu fahren, das ebenfalls für seine Berglandschaft und die vielen (Tropfstein-)Höhlen bekannt ist… Fehlanzeige: auch hier Regen und zu kalt und wir mussten uns mit dem besteigen kleinerer Berge, dem durch die Stadt und Märkte schlendern und dem Besuch einer Höhle begnügen. Ein geplanter Ausflug zu den Reis-Terrassen und eine Bootsfahrt auf dem Li-Fluss nach Yangshuo (eine kleine, traditionelle Stadt) haben wir bleiben lassen.

Was uns in Guilin erschreckt hat bzw. was wir (in diesem Ausmaß) nicht erwartet haben: die Stadt ist extrem auf Tourismus ausgelegt… fast jeder Park, jede Höhle, jede Felsformation (die einem Tier ähnlich sieht oder sonst wie “besonders” ist) – alles abgesperrt und kann nur gegen Gebühr betreten / aus der Nähe besichtigt werden. Mit Touristen sind hier in erster Linie Chinesen gemeint… Ausländer haben wir so gut wie keine zu Gesicht bekommen. Auch die Tropfsteinhöhle war ein Witz: gut ausgebaute Wege, alles (in bunten Farben) beleuchtet und anstatt etwas Interessantes zu erzählen, hat unser Guide nur erzählt, welcher Felsen welchem Tier (oder Fabelwesen oder sonst was) ähnlich sieht… und wir dachten es wäre bei Regenwetter eine gute Option ;)

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