Malaysia

Am 20.01.2013 habe ich mich wieder mit dem Nermin auf dem Busbahnhof in Krabi (Thailand) getroffen – noch am selben Tag ging es weiter nach Malaysia. Zuerst mit dem Bus nach Hat Yai, im Süden Thailands und von dort sollte es angeblich allerlei Verbindungen nach Malaysia geben. Dort angekommen wurden uns allerdings nur vergleichsweise teuere “Minibusse” angeboten. Da wir es für Touristen-Abzocke hielten und überzeugt davon waren, dass auch die wesentlich günstigeren “public bus” nach Malaysia fahren, haben wir abgelehnt. Kurz darauf haben wir auch einen Bus gefunden, der bis zur Grenze fährt… hielten wir für eine gute Idee und gingen davon aus, dass auf der anderen Seite der Grenze bestimmt Busse warten, die uns dann in die nächstgrößere Stadt bzw. gleich zu unserem angestrebten Ziel Butterworth bzw. Georgetown auf der Insel Penang bringen.

An der Grenze angekommen, gingen wir zu Fuß drüber… niemand stellte blöde Fragen oder dergleichen und die Formalitäten waren schnell erledigt. Auf der anderen Seite der Grenze wartete allerdings kein Bus und inzwischen war es bereits dunkel geworden (mit dem überqueren der Grenze hat sich auch die Zeitzone geändert und wir mussten die Uhr um eine Stunde vor stellen). Eine verlässliche Information von wo und wann  Busse fahren, konnte wir nicht einbringen… es handelte sich um ein kleines, unbedeutendes Nest (Padang Besa) mit schlechter Anbindung und nur grundlegender Infrastruktur… alle verwiesen bloß auf die nächstgrößere Stadt (Kagar), die allerdings rund 30 km entfernt war – zu weit für einen Spaziergang mit voller Montur zu später Stunde. Also gingen wir erstmal was Essen und uns war klar, dass wir uns wohl nach einem Hotel umsehen müssen. Dort wo wir gegessen haben, kannte man sogar ein Hotel, keine 5 Minuten zu Fuß entfernt… soll allerdings das einzige weit und breit sein.

Dort angekommen, haben die uns nur ein ganzes Stockwerk angeboten: 3 Schlafzimmer, Küche, Wohnzimmer/Aufenthaltsraum, sanitäre Anlagen… und das natürlich zu einem entsprechenden Preis. Man hat unsere missliche Lage erkannt und entsprechend war da nichts zum Verhandeln… probiert haben wir es natürlich trotzdem und nach rund einer halben Stunde abgelehnt, da wir darauf schon aus Prinzip nicht eingehen wollten… wohl wissend, dass wir diese Nacht sehr wahrscheinlich im Freien verbringen werden. Auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz sind wir zwei Polizisten begegnet, die sehr freundlich und bemüht waren, eine Lösung für uns zu finden… nach einigen Telefonaten hat man uns dann angeboten, die Nacht auf der Polizeistation zu verbringen. Zwar auch im Freien, aber zumindest überdacht (in den Subtropen – wo es jederzeit ausgiebig regnen kann – absolut kein Fehler). So sicher haben wir wohl noch nie genächtigt ;) und abgesehen von den vielen Mosquitos war es ganz ok und am nächsten Tag ging es früh morgens per Autostopp weiter nach Kagar – von dort problemlos nach Butterworth.

Was lernen wir daraus? Schlechte Planung ergibt gute Geschichten! ;) – für gewöhnlich sind wir ja ganz gut organisiert.

Butterworth/Georgetown/Insel Penang
Butterworth ist eine der größeren Städte in Malaysia, allerdings ist es hauptsächlich eine Industriestadt und daher relativ uninteressant. Direkt vor Butterworth liegt aber die Insel Penang – diese beherbergt das bekannte Georgetown, das noch aus der britischen Kolonialzeit stammt und auch einen Nationalpark (tropischer Regenwald sowie “wilde” Strände). Dort sind wir für zwei Tage geblieben… sowohl Georgetown als auch der Nationalpark waren es wert. Geschlafen haben wir in Chinatown, gegessen in “Little India” ;)

Kuala Lumpur
Nächster Stopp war die Hauptstadt Kuala Lumpur, wo wir für 4 Tage geblieben sind. Eine sehr interessante und facettenreiche Stadt, wo wir gerne auch länger geblieben wären – hätten wir nicht einen relativ engen Zeitplan. Hier haben wir auch ein sehr gemütliches und preiswertes Hostel gefunden, sehr zentral, direkt vor Chinatown (das es hier in Asien in eigentlich jeder größeren Stadt gibt). Da Malaysia unser erstes mehrheitlich muslimisches Land auf der Reise war, haben wir den Schwerpunkt auch da angesetzt: das “Museum of Islamic Art” und die Nationalmoschee standen am ersten Tag auf dem Programm. Ansonsten sind wir einfach viel durch die Stadt spaziert, da sehr interessant. Gegessen haben wir auch hier “Indisch” – dass uns hier in Malaysia wesentlich besser geschmeckt hat als in Indien selbst. Des Weiteren besucht haben wir noch die bekannten “Petronas Towers” (noch vor wenigen Jahren die höchsten Gebäude der Welt), den Fernsehturm, wo wir von der Aussichtsplattform einen sehr guten Überblick über die Stadt gehabt haben. Kuala Lumpur hat in etwa so viele Einwohner wie Wien und wurde sehr weitläufig angelegt, dazwischen sehr viel Grün. Eine sehr “sympathische” Stadt!

In Kuala Lumpur wurden wir auch erstmals Opfer eines Diebstahls… es war der letzte Tag, wir hatten bereits ausgecheckt und sind noch in der Lobby des Hostels verweilt, da wir noch etwas Zeit hatten, bis es mit dem Zug weiter nach Singapur ging. Unser gesamtes Gepäck lag dort und ich hatte mein Handy noch zum Aufladen angesteckt. Sowohl Nermin als auch ich haben noch etwas recherchiert und saßen mit dem Rücken zu meinem Handy. Irgendwann ist ein Einheimischer die Treppe hoch gekommen, der auf mich gleich so gewirkt hat, als ob er nicht hierher gehört… blöderweise habe ich ihn nicht im Auge behalten. Nach sehr kurzer Zeit ging er auch wieder runter – zwei Minuten später hat es dann geklingelt, nachdem ich nach dem Handy gesehen hab, fand ich es nicht am Ende des Ladekabels… da war es leider schon zu spät. Um das Handy ist es nicht weiter tragisch, es war sowieso schon ziemlich am Ende, die Daten waren alle gesichert etc. Etwas anderes wurde nicht gestohlen. Ärgerlich ist nur, wie es passiert ist – wir waren beide im selben Raum. Blöd gelaufen… vermutlich sind wir unvorsichtig geworden, da es bisher gut gelaufen ist.

Resümee
Da wir uns in Indien, China und Thailand relativ viel Zeit gelassen haben, für die Reise aber leider nur begrenzt Zeit haben, müssen wir diesen Abschnitt leider etwas schneller durchziehen. So sind wir in Malaysia leider nur eine Woche gewesen, haben nur wenige Stopps eingelegt und haben von dem Teil auf der Insel Borneo (die sich Malaysia mit Indonesien teilt) gar nichts gesehen. Definitiv schade, aber dennoch bleibt ein zumindest grober Eindruck von diesem sehr interessanten Land. Obwohl bei Weitem nicht so stark vom Tourismus erschlossen wie zB Indien oder Thailand, kommt man hier hervorragend zurecht und kann sich sehr entspannt bewegen, ohne permanent von Leuten angesprochen zu werden, die sich daraus irgendwelchen Profit erwarten. Andere Leute, die wir während der Reise getroffen haben und die ebenfalls in Malaysia waren, waren nicht so begeistert da einem das Wetter hier leicht einen Strich durch die Rechnung macht – vermutlich hatten wir Glück, den wir wurden nur einmal vom Regen ausgebremst (und wenn es hier regnet, regnet es ordentlich)… der Tag war allerdings so gut wie vorbei und insofern halb so wild. Ansonsten hat es nur nachts geregnet.

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3 Antworten auf Malaysia

  1. prita sagt:

    Ok hopefully this comment works

  2. prita sagt:

    Ok it does – how is New Zealand? waiting for your blog update guys ;)

  3. Nermina sagt:

    Hallo jungs!!!
    100 Tage unterwegs!!! Wahnsinn! Genießt es!! Auch wenn es mit den Känguhrus nichts
    wird!! Die welt ist nocch soooo groß!! Bussi

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