Thailand

Obwohl China auf jeden Fall ein sehr interessantes Land ist, waren wir doch sehr froh, als wir dann in Bangkok angekommen sind und damit unseren Ausflug in den Winter beendet haben – an die 28° bis 34° C (bei hoher Luftfeuchtigkeit) in Bangkok mussten wir uns allerdings auch erst wieder gewöhnen. Außerdem war es sehr angenehm, dass man sich hier wieder wesentlich leichter verständigen konnte. Und naja… dass alles deutlich günstiger war, würde ich jetzt auch eher als Vorteil werten ;)

Bangkok
Bangkok ist bekanntlich die Hauptstadt Thailands, durch die zentrale Lage aber auch absoluter Knotenpunkt… und so waren wir dort gleich mehrmals. Das erste Mal für 3 Tage, wo wir uns relaxed die Stadt angesehen haben, mit allem was so dazugehört. Bangkok ist mit rund 8 Mio. Einwohnern die mit Abstand größte Stadt des Landes und bietet, was man sich von einer Großstadt in Südostasien erwartet: Verkehrschaos, buntes Treiben auf den Straßen, unzählige Märkte und richtig dicke “Luft” (haben wir wesentlich schlimmer empfunden als in China).

Koh Si Chang – Silvester mal anders
Nach diesen ersten 3 Tagen ging es nach Koh Si Chang, südwestlich von Bangkok – eine kleine und relativ unscheinbare Insel, auf der wir so gut wie keinen Touristen begegnet sind (ausgenommen “Locals”, also in diesem Fall Thais). Insofern: ideal, um Silvester in entspannter Atmosphäre und mit Lagerfeuer am Strand zu feiern ;) – so ist es auch gekommen: haben uns im Laufe des Nachmittags mit einer Gruppe von rund 12 – 15 Thais verbrüdert, mit denen wir dann am Abend Speis, Trank und Lagerfeuer geteilt haben und versucht haben, zu den Thai-Songs mitzusingen, die von Gitarre und improvisierter Trommel begleitet wurden. Very nice – Silvester mal anders! Die hier lebenden Thais waren allerdings etwas abweisend… wie wir dann erfahren haben gibt es auch unter den Thais rechtsgerichtete – scheinbar sind wir da auf eine Hochburg von denen gestoßen.

Bangkok (Part II) – international office
Am dritten Tag ging es auch schon wieder zurück, und zwar wieder nach Bangkok: wir mussten uns jetzt mal um paar Visums kümmern. Das Visum für Indien, China und Thailand haben wir bereits vor der Reise organisiert – mehr ging nicht, da die Visums meistens ab Ausstellung gültig sind und insofern womöglich ausgelaufen wären, bevor wir das jeweilige Land erreicht hätten. Zudem wollten wir das auch etwas offen halten und uns nicht bereits vor der Reise auf eine fixe Route festlegen. Für jene, die es nicht wissen: wir sind mit einem bosnischen Pass unterwegs und brauchen daher für wesentlich mehr Länder ein Visum, als wir es mit einem österreichischen Pass bzw. eines anderen EU-Landes bräuchten. Reisen auf die harte Tour, sozusagen! ;)

Insofern haben wir uns hier mal um das Visum für Indonesien und Neuseeland gekümmert (nach Malaysia konnten wir Visum-frei einreisen und in Singapur gibt es das Visum auch mit bosnischem Pass “on arrival”). Somit wäre bis Südamerika alles organisiert, wo wir nach Chile (als eines der sehr wenigen Länder Südamerikas) ebenfalls Visum-frei einreisen können. Dort gibt es dann die nächste “Visa-Session”.

Das Visum für Indonesien war soweit unproblematisch und wir hatten es nach nur 2,5 Tagen im Pass. Neuseeland, mit recht strenger Regelung, war hingegen ein harter Brocken: nachdem wir zwei Formulare im Umfang von 28 Seiten ausgefüllt und eingereicht haben, hat man uns erzählt, das Anträge von Bosniern nur in London bearbeitet werden und die Unterlagen daher dorthin geschickt werden müssen… letztendlich wurden sie direkt in die Zentrale nach Neuseeland geschickt. Nach rund 2 Wochen hat man uns aus Neuseeland kontaktiert und zusätzlich noch detaillierte Informationen zu diversen Themen verlangt… inzwischen wissen die wohl mehr über uns als kaum jemand sonst. Hier haben wir uns von Anfang an auf eine längere Zeit in Ungewissheit eingestellt… was nicht so angenehm ist, wenn man den Flug nach und von Neuseeland bereits gebucht hat (Voraussetzung für das Visum) und so war es auch, hat aber einen positiven Ausgang genommen: Heute, 01.02.2013, nach fast einem Monat warten, konnten wir unser Visum endlich in der neuseeländischen Botschaft hier in Jakarta abholen.

Der Norden Thailands
Aber zurück zu Thailand ;) Nach dem Visa-Prozedere haben wir uns aufgeteilt: Nermin und Dusan sind gleich runter in den Süden, ich hingegen wollte mir auch das nördliche Thailand ansehen. Die erste Station war Lop Buri, rund 150 km nördlich von Bangkok. Interessant deshalb, weil es hier nur so von Affen wimmelt, die überall in der (Klein-)Stadt anzutreffen sind. Nach einem Tag ging es dann per Nachtzug weiter nach Chiang Mai – Ausgangspunkt für viele interessante Aktivitäten/Ausflugsmöglichkeiten… unter anderem: Wandern durch den Dschungel, Rafting, Geysir, Elefanten-Reservoire, traditionelle Dörfer,  das goldene Dreieck (Myanmar, Laos, Thailand) und der Mekong (10. längster Fluss der Welt, entspringt in Tibet). Nach meinem rund einwöchigen Ausflug in den Norden war ich noch für einen Tag in Bangkok, wo ich mich mit einer Freundin getroffen habe, mit der ich dann auch die restliche Zeit in Thailand gemeinsam gereist bin.

Der Süden Thailands
Erste Station war Koh Tao, eine kleine Insel, die vor allem für die Tauchspots (Korallenriffe) bekannt ist, aber auch sehr schöne Strände bietet. Hier haben wir alle drei einen Tauchkurs (“Open Water Diver”) gemacht, Nermin und Dusan rund eine Woche vor mir. Die beiden waren dann auch noch auf Koh Samui und Krabi/Ao Nang. Ursi und ich waren noch für 3 Tage im Nationalpark Khao Sok.

Resümee
Thailand hat den Tourismus zu einer der Hauptstützen des nationalen Wohlstands gemacht und entsprechend einfach ist es zu bereisen. Übernachtungen und Essen sind günstig, das Angebot vielfältig, die Gegebenheiten (Landschaft/Natur, Klima etc.) ein Wahnsinn. Wer es sich bei minimalen Strapazen für paar Wochen gut gehen lassen will und nicht vor Massen anderer Touristen zurückschreckt, der ist hier genau richtig.

Was sonst noch erwähnenswert ist: Der thailändische König. Sein Bild hängt einfach überall und er wird wie ein Halbgott verehrt. Beleidigungen oder sonstige Verunglimpfung der königlichen Familie werden sehr hart bestraft. Das geht so weit, das sogar Gegenstände mit dem Abbild des Königs mit Respekt behandelt werden müssen: steigt man zB auf einen Geldschein und jemand falscher sieht es, landet man im Gefängnis (da man ja quasi auf den König tritt, der auf allen Geldscheinen abgebildet ist). Zwei Mal am Tag ertönt die Nationalhymne (Radio/TV, auf öffentlichen Plätzen, Märkten, Parks etc.) zur Ehre des Königs – während die Hymne läuft, muss jeder aufstehen und bewegungslos stehen bleiben. Mir ist das u.a. auf einem sehr belebten Straßenmarkt in Chiang Mai passiert: plötzlich alle stehen geblieben/aufgestanden… und nur Sekundenbruchteile nach der Hymne setzt sich alles wieder in Bewegung. Wenn man es nicht weiß, wirkt das sicher komisch… wie ein perfekt einstudierter Flashmob oder so. In den Touristen-Hochburgen kriegt man all das allerdings nur bedingt (bis gar nicht) mit.

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