Singapur

Nach Singapur sind wir mit dem Zug eingereist – der Zug fährt direkt von Kuala Lumpur (Malaysia) aus auf die Singapur-Insel. Malaysia und Singapur sind über eine Autobahn-/Eisenbahn-Brücke verbunden… kurz vor der Brück bleibt der Zug stehen, da wandern dann die malaysischen Behörden kurz durch und überprüfen die Pässe etc. und dann geht es über die Brücke – der End-Bahnhof ist dann auch gleich die Grenzstation. Sehr bequem. Nachdem die Grenzformalitäten (“visa on arrival”) erledigt waren, haben wir erstmal gefrühstückt. Dann ging es weiter mit Bus bis zur nächsten Metro-Station und von dort mit der Metro rund eine halbe Stunde bis ins Zentrum.

Ich habe bereits vor der Reise eine Doku Namens “Singapur – die Schweiz Asiens” gesehen… und das ist keineswegs übertrieben. Eher stark untertrieben. Singapur ist eine extrem gut organisierte und streng geregelte Stadt. Man vergisst mit der Einreise sofort, dass man noch in Südost-Asien ist… die Straßen bzw. Stadt an sich ist übersichtlich, die Verkehrszeichen werden eingehalten und so etwas wie einen Stau scheint es hier nicht zu geben. Vor der Reise dachten wir immer, Hong Kong wird unser teuerster Aufenthalt… Fehlanzeige, Singapur stellt Hong Kong bei weitem in den Schatten…. die Preise hier sind einfach nur noch pervers! ;)

Singapur ist auch für seine sehr strengen, teils skurillen Gesetze bekannt. Schon auf unserem Visum ist freundlich (in roter Schrift und nicht zu übersehen) vermerkt, das uns bei Drogenschmuggel oder -konsum die Todesstrafe droht… nicht das wir das vorgehabt hätten, wirkt trotzdem etwas radikal. Auch in einem größeren Park mitten in der Stadt war ein Teil abgesperrt (vermutlich militärisches Gebiet, warum auch immer) – dort wurde man auch mit einem freundlichen Schild darauf hingewiesen, dass man dieses besser nicht betreten sollte (siehe Bild rechts). In anderen Ländern reicht ein schlichtes “Betreten verboten”. Ah genau, noch was… hier in der Metro (und an den Stationen) ist es verboten zu Essen und zu trinken. Essen ok, aber trinken? Hier? Bei tropischer Hitze, wenige Kilometer vom Äquator entfernt? Wie bereits geschrieben, nehmen sie es mit Gesetzen hier sehr ernst: an unserem letzten Tag habe ich es gewagt einen Schluck Wasser zu trinken (wir waren gerade auf dem Weg zum Flughafen… mit voller Montur bei extremer Hitze)… ich hatte die Wasserflasche noch nicht mal abgesetzt, stand schon ein Bahnhofs-Bediensteter vor mir, der mir einen mehrminütigen Vortrag darüber gehalten hat, dass man das hier in Singapur nicht tut.

Vor kurzem habe ich von einer Studie gelesen, wo erhoben wurde, wie glücklich die Menschen eines Landes sind. Laut dieser Studie war Singapur auf dem absolut letzten Platz (vermutlich wurde das “Glück” nicht in allen Ländern gemessen… aber von jenen, wo gemessen wurde, war Singapur eben auf dem letzten Platz). Nicht das ich mir viel aus solchen Studien mache, aber bisschen was ist schon dran… lächeln sieht man hier nicht oft jemanden. Vermutlich ist die Stadt schon zu perfekt oder so… obwohl ich eigentlich ein Freund von Struktur und System bin, war es mir hier schon etwas zu viel des Guten…. ganz nach meinem Motto: “man kann es mit allem übertreiben”.

Unser Singapur-Aufenthalt hat sich auf das herum schlendern in der Stadt beschränkt… zu sehen gibt es ja doch was hier. Singpaur-Downtown, den kolonialen Bezirk (wo unser Hostel war – das bisher teuerste der gesamten Reise), Little India, Parks, die Formel-1-Strecke, das größte Riesenrad der Welt etc. Hier haben die drei Tage vollkommen ausgereicht.

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